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E10 Verträglichkeit

Mittwoch, Januar 5th, 2011

Seit dem 1.1.2011 gibt es den neuen Kraftstoff E10. E steht für Ethanol, die Ziffer 10 für den höheren Anteil an Ethanol im Kraftstoffgemisch. In der Regel kann der normale Kraftstoff bis zu 5% Bioethanolanteil enthalten, mit dem neuen Kraftstoff soll erreicht werden dass die fossilen Resourcen weniger beansprucht werden und auf regenrative Kraftstoffe wie zum Beispiel Weizen oder anderes Getreide gesetzt werden. Daraus wird der Biokratstoff, bzw. das Bioethanol gewonnen – die Begriff E10 steht daher für einen Kraftstoff der umweltgerechter und verträglicher sein soll. Ob dies tatsächlich der Fall ist, ist umstritten, da der Anbau und die Kultivierung der Rohstoffe ebenfalls Energie benötigt.

Nicht jedes Auto verträgt den neuen Kraftstoff, daher hat die “Deutsche Automobil Treuhand GmbH” im Auftrag der Autohersteller und Autoimporteure eine Broschüre “E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen” herausgegeben. Diese Borschüre gibt darüber Auskunft, welche Fahrzeuge E10-verträglich nach E DIN 51626-1 sind.

Warum verträgt nicht jedes Fahrzeug den neuen Kraftstoff?

Besonders bei hohem Druck oder erhöhten Außentempraturen kann E10 unter Alkoholatbildung sich korrosiv auf Aluminium auswirken. Der Korrosionsangriff ist besonders problematisch da diese nach einer einmaligen Betankung mit E10 ausgelöst werden kann und im Anschluss nicht mehr gestoppt werden kann.  Die daraus folgenden Leckagen im Kraftstoffsystem sind gefährlich und stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar.

Ein weiteres Problem stellen die Lösungseigenschaften von Ethanol für anorganische Komponenten dar, wodurch das Risiko erhöhter Metallwerte im Kraftstoff gegeben ist. Außerdem besteht die gleiche Gefahr bei Schläuchen und Dichtungsmaterialen, welche im Kraftstoffsystem verwendet werden.

Bevor man daher E10 tankt, sollte man sich erkundigen ob das Auto den neuen Kraftstoff auch “verträgt”.

Eine Übersicht der Hersteller und Modelle findet man beim ADAC.

Wird mit dem Kraftstoff tatsächlich die Umwelt geschont?

Bei dem Verbrennen von Kraftstoff wird CO² freigesetzt. Der Anbau und das Aufwachsen von Pflanzen verbraucht CO² sodass man bei einem Biosprit eigentlich einen geschlossenen CO² Kreislauf hätte. Allerdings benötigt der Anbau der Pflanzen Energien welche wiederum mit fossilen Brennstoffen gedeckt werden. Somit ist das Verwenden eher eine Schonung von den fossilen Ressourcen, jedoch kein 100%ges Umweltschonen. Hinzu kommt, dass der Kraftstoff nicht so leistungsfähig umgesetzt werden kann wie E5 – im Endeffekt muss man daher mehr tanken – was auch nicht im Sinne der Umwelt ist.